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Schlagwort: Gladbeck

Weihnachten: 4 kreative Geschenk-Ideen aus dem Ruhrgebiet.

Nicht mehr lange, dann ist schon wieder Weihnachten. Damit das in diesem Jahr nicht wieder in Stress ausartet, gibt’s in diesem Video 4 kreative Geschenk-Ideen aus dem Ruhrgebiet. Denn im Revier gibt es viele Künstler und Designer, die ausgefallene Souvenirs und Kleidungstücke herstellen.

Ein Film von Denise Matthijsse und Matthias Schwarzer.

Im Auftrag und mit Unterstützung von Ruhr Tourismus (Werbung).

Halloween: Horror-Kinder tyrannisieren Menschen in Gladbeck

Die Einwohner von Gladbeck-Brauck leben in Angst: Jedes Jahr zu Halloween ziehen Horden von Kindern durch ihr Viertel. Wer der Forderung “Süßes oder Saures” nicht folgt, wird mit Eiern beworfen.

Es passiert einmal im Jahr — immer zu Halloween. „Vor ein paar Jahren fing es ganz harmlos an“, erzählt eine Bewohnerin, die nicht namentlich genannt werden möchte, der Tageszeitung WAZ. „Da schellten ein paar Kinder, fragten nach Süßigkeiten, bedankten sich und zogen zum nächsten Haus.“ Doch in den vergangenen Jahren habe der Halloween-Spuk solche Ausmaße angenommen, dass sich die Bewohner inzwischen bedroht fühlten.

Immer zu Halloween ziehe nämlich eine ganze Horde verkleideter Kinder durch das Viertel und fordere „Süßes oder Saures“. „Wenn niemand öffnet oder sie nichts bekommen, werfen sie Eier gegen die Häuser oder schmieren Zahnpasta an die Türen“, sagte die 68-Jährige der WAZ. „Auf mich machen sie einen echt bedrohlichen Eindruck.“

30 Kindergruppen hätten letztes Halloween vor ihrer Tür gestanden. Als die Frau gerade wegfahren wollte, seien sieben Eier gegen ihr Haus geflogen. Sie erstattete Anzeige — die Ermittlungen der Polizei verliefen im Sande.

Der Polizei in Gladbeck seien die Fälle allerdings bekannt. Eierwürfe seien kein Kavaliersdelikt, sondern Sachbeschädigung, warnt die Polizeidienststelle. Wenn die Kinder noch keine 14 Jahre alt sind, haften dafür die Eltern.

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Islamischer Staat: Ruhrpottler auf Abwegen

Text: Matthias Schwarzer, Foto: The Walking Dead, Quelle: WAZ

„Islamischer Staat“: Ruhrpottler auf Abwegen.

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Ein radikaler Islamist hat in einem Video Bundeskanzlerin Angela Merkel gedroht und Muslime aufgerufen, sich den Dschihadisten in Syrien anzuschließen. Der Mann soll aus Gladbeck kommen. Er ist nicht der einzige Ruhrpottler auf Abwegen …

Von Matthias Schwarzer

Der Propaganda-Film des “Islamischen Staates” (IS) wurde am Mittwochabend im Internet veröffentlicht. Der IS-Kämpfer mit dem Namen „Abu Dawud“ droht darin Angela Merkel und ruft Muslime in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf, sich den Dschihadisten anzuschließen. „Wir warten auf euch! Seit 1400 Jahren warten wir auf euch“, soll der Mann an die USA gerichtet sagen. „Das gleiche gilt für euch, ihr Deutschen! Die schmutzige Merkel! Nachdem du deine Geschenke abgegeben hast an Israel. Versammelt ihr euch alle! Hollande, Cameron, Putin! Versammelt euch gegen die Muslime. Ihr werdet nur verlieren!“

Laut Informationen der „Welt“ soll der Mann früher in Gladbeck gewohnt haben, 2012 soll er mit seiner Frau in Richtung Ägypten ausgereist sein. Über Libyen sei er schließlich nach Syrien gekommen, wo er sich dem IS anschloss. Und er ist nicht der einzige Ruhrpottler, der für den IS in den Kampf zieht. 

Im Juli wird der erste Fall bekannt: Ein 21 Jahre alter Mann aus Ennepetal soll sich bei einem Attentat in die Luft gesprengt haben. Wie die „WAZ“ erfuhr war bei der Familie des 21-Jährigen eine Todesnachricht aus dem Irak per Telefon eingegangen. Der „Islamische Staat“ feierte den jungen Mann und einen anderen Selbstmordattentäter in einer im Internet verbreiteten Mitteilung für die Tat: „Heute haben die Soldaten des Kalifats Abu Qaqa al-Almani (Abu Al-Kaakaa al-Almani) und Abu Abdul Rahman al-Shami zwei Märtyreroperationen gegen die Milizen der Rafida (Schiiten) mitten in Bagdad durchgeführt.“

Im Umfeld seines ehemaligen Jugend-Fußballteams wird der Ennepetaler laut „WAZ“ als „liebenswürdig, lebhaft und sehr beliebt“ beschrieben. Man könne sich die Wesensveränderung des früheren Mittelfeldspielers nicht erklären, die vor mindestens einem Jahr begonnen haben soll. Der junge Mann habe sich ­immer mehr in seine Religion vertieft.

Neben den beiden bekannten Fällen sollen mindestens ein weiterer Attentäter aus dem Ruhrgebiet kommen. Philip B., Kampfname: „Abu Usama al Almani“, kam laut „Tagesspiegel“ aus Dinslaken und riss bei einem Selbstmordattentat im Nordirak mindestens 20 Menschen mit in den Tod.

Seit Anfang September ist zudem ein 22-jähriger Türke aus Hamm in Syrien verschollen, berichtet heute der „Westfälische Anzeiger“. „Wir wissen nicht, wo sich unser Junge aufhält und was er dort genau macht“, sagt der Vater des jungen Mannes der Zeitung. Ende August habe ihm sein Sohn unterbreitet, dass er in den Nahen Osten aufbrechen werde. „Er hat uns gesagt, dass er dort eine bessere religiöse Ausbildung erhalten wolle“, so der 51-Jährige. In den Monaten zuvor habe sich sein Sohn merklich verändert und immer radikalere religiöse Standpunkte vertreten und sich auch äußerlich als Salafist gebärdet.

Im einem zweiten Fall wurde am Dienstag vergangener Woche ein 20-jähriger Mann aus Hamm von der Bundespolizei am Düsseldorfer Flughafen abgepasst und an der Ausreise in die Türkei gehindert. Der junge Mann soll laut Informationen des „Westfälischen Anzeigers“ in seinem Umfeld angekündigt haben, sich IS-Aktivitäten in Syrien anschließen zu wollen.

Verlassen und verfallen: Die Zechensiedlung „Schlägel und Eisen“.

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Im Gladbecker Stadtteil Zweckel scheint die Zeit stehen geblieben: Die alte Zechensiedlung „Schlägel und Eisen“ ist komplett verlassen, Häuser verfallen. Ob die Siedlung jemals restauriert wird, ist noch unklar. Ein Immobilienunternehmen aus Marl hat das Gelände aber inzwischen gekauft und plant dort Doppelhäuser.

Die Siedlung „Schlägel und Eisen“ im Gladbecker Norden wurde vor etwa 100 Jahren für die Bergleute der Zeche Zweckel gebaut. Als die Zeche dicht machte, verfiel auch langsam die Siedlung. Immer mehr Bewohner sind weggezogen, die letzten, ein älteres Ehepaar, vor einigen Monaten. Inzwischen ist die Siedlung eher Anziehungspunkt für Fotografen und Gruselfreunde, denn gruselig ist es hier wirklich: Bei jedem Windzug hört man Fenster klappern und Türen knarren – ansonsten herrscht hier beängstigende Stille.

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Text und Fotos: Matthias Schwarzer

Mehr über die Zechensiedlung in unserem Film über Gladbeck.

checkpott Folge 15: Gladbeck.

In der Zechensiedlung Schlägel und Eisen scheint die Zeit stehen geblieben. Die Gebäude in Gladbeck-Zweckel sind seit Jahren verlassen, die Häuser verfallen. Wir schauen uns die Geistersiedlung mal genauer an. Außerdem in dieser Folge: Der familienfreundliche Kotten Nie, das Wasserschloss Wittringen und das Gladbecker Museum.

Ein Film von Kevin Korte und Matthias Schwarzer.

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Thema von Anders Norén.