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Schlagwort: Duisburg (Seite 1 von 2)

checkpott.thema: 4 urbane Szeneviertel im Ruhrgebiet

Wer braucht schon Berlin-Kreuzberg? Das Ruhrgebiet ist bunt, individuell und kreativ. Hier gibt es viele Szeneviertel mit besonderen Läden, coolen Cafés und stylischen Bars zum Shoppen und Verweilen. Wir haben sie unter die Lupe genommen.

Ein Film von Denise Matthijsse und Matthias Schwarzer.

Im Auftrag und mit Unterstützung von Ruhr Tourismus (Werbung).

4 außergewöhnliche Cafés im Ruhrgebiet.

Genauso vielseitig wie das Ruhrgebiet ist auch seine Gastronomielandschaft. Hier erwarten Euch zahlreiche große und kleine, rustikale und feine Restaurants und Cafés. Wir stellen Euch – abseits der großen Ketten – vier außergewöhnliche Cafés vor, die sich durch ihre Individualität und Liebe zum Detail auszeichnen.

Ein Film von Denise Matthijsse und Matthias Schwarzer.

Im Auftrag und mit Unterstützung von Ruhr Tourismus (Werbung).

checkpott.thema: 4 Ausflugstipps für den Winter im Ruhrgebiet.

Im Winter kann es im Ruhrgebiet schon mal richtig „usselig“ werden. Doch nicht verzagen: checkpott fragen! In diesem Video zeigen wir euch 4 spannende Indoor-Attraktionen, bei denen ihr garantiert weder nass noch kalt werdet. Mit dabei: Das Phänomania Erfahrungsfeld in Essen, die DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund, das Grusellabyrinth in Bottrop und Superfly Ruhr in Duisburg.

Ein Film von Denise Matthijsse und Matthias Schwarzer.

Im Auftrag und mit Unterstützung von Ruhr Tourismus (Werbung).

Der Pott bleibt bunt: 4.000 Menschen bei Demo gegen „Pegida“.

Erstmals hat am Montag die umstrittene Pegida-Bewegung im Ruhrgebiet demonstriert. Auf 400 Demonstranten in Duisburg kamen allerdings 4.000 Gegendemonstranten, die ein Zeichen für Toleranz und gegen Hetze setzen.

Von Matthias Schwarzer

Zum ersten Mal hat am Montag die umstrittene Pegida-Bewegung im Ruhrgebiet demonstriert. Doch während die etwa 400 Demonstranten die vermeintliche “Islamisierung des Abendlandes” kritisierten, standen ihnen 4.000 Gegendemonstranten gegenüber.

Vor dem Stadttheater setzten die Duisburger ein Zeichen für Weltoffenheit und gegen Intoleranz. Oberbürgermeister Sören Link machte deutlich: “Wir sind Duisburg, nicht die anderen.” Armin Schneider, vom Evangelischen Kirchenkreis lobte die Teilnehmer der Gegendemo – den Pegida-Demonstranten rief er zu: “Ihr habt weder in Duisburg noch in irgendeiner anderen Stadt etwas verloren.”

Zeitgleich zur Pegida-Demo ging an verschiedenen Stellen in Duisburg symbolisch das Licht aus: Neben dem Theater und dem Stadtwerketurm wurde auch die bunte Beleuchtung am Landschaftspark ausgeschaltet. Auch das Rathaus und die Salvatorkirche blieben dunkel.

Die Goldene Leiter im „Forum“ schaltete ebenfalls das Licht ab, genauso wie das Gebäude der Sparkasse am Kuhlenwall oder das der Krankenkasse Novitas am Innenhafen. Auch die Duisburger Kaufleute knipsten in ihren Geschäften das Licht aus. Oberbürgermeister Link bedankte sich für das „sichtbare Zeichen gegen Hass und Hetze“.

(via WAZ)

Mehr Themen aus Duisburg gibt’s hier.

Der Pott gegen „Pegida“ – kein Platz für Fremdenfeindlichkeit.

Erstmals will die umstrittene Pegida-Bewegung am Montag im Ruhrgebiet demonstrieren – und zeitgleich formiert sich großer Widerstand: Am Veranstaltungsort in Duisburg sind Gegendemonstrationen geplant, das Stadttheater und der Stadtwerketurm knipsen das Licht aus.

Von Matthias Schwarzer

Nun hat das leidige Thema auch das Ruhrgebiet erreicht: In Duisburg wollen am Montag erstmals Anhänger der umstrittenen Pegida-Bewegung gegen die vermeintliche “Islamisierung des Abendlandes” demonstrieren. Die Demo ist nur der Auftakt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen – bis Juni hat die Bewegung jede Woche eine Demonstration angemeldet.

Doch im Pott bildet sich zugleich großer Widerstand gegen Pegida: Gewerkschaften, Politiker, Kirchen und Bürgerinitiativen rufen zu Gegendemonstrationen auf. In Essen will das Bündnis “Essen stellt sich quer” am Sonntag gegen Islamfeindlichkeit demonstrieren. Dort war ein Aufmarsch der Bewegung “Hooligans gegen Salafisten” (HoGeSa) gerade noch abgesagt worden.

In Duisburg laden evangelische und katholische Christen sowie Muslime am Wochenende zum “Samstagsspaziergang für Toleranz und Verständigung” ein. Bei Facebook hat sich die Gruppe “Pott gegen Pegida” organisiert, die zeitgleich zur Pegida-Demo in Duisburg am Hauptbahnhof protestieren will.

In Duisburg werden zudem das Stadttheater und der Stadtwerketurm am Montag um 18.30 Uhr das Licht ausschalten. Das Symbol gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wurde von der Initiative “Wir sind Duisburg” angestoßen, zu der unter anderem Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und der DGB Niederrhein gehören.

Die Initiative findet in ihrer Erklärung deutliche Worte: “In Duisburg ist kein Platz für Hetze und Populismus gegen Religionsgemeinschaften: nicht gegen Juden, nicht gegen Christen, nicht gegen den islam. Eins ist sicher: in Duisburg kann und wird eine solche Kundgebung nicht unerwiedert bleiben. Duisburg ist unsere Stadt – die lassen wir nicht diskreditieren, ohne selbst auf die Barrikaden zu steigen. Wir sind Duisburg – nicht Pegida!”

Mehr Themen aus Duisburg findet ihr hier.

Vom Hüttenwerk zum Freizeitpark: Der Landschaftspark in Duisburg.

84 Jahre lang wurde in Duisburg Spezialroheisen produziert. 1985 wurde der letzte Hochofen im Hüttenwerk abgeschaltet. Inzwischen ist das ehemalige Gelände ein grüner Park mit vielen Freizeitmöglichkeiten und Veranstaltungsorten.

1901 ist das Jahr in dem das Hüttenwerk gegründet wurde. Das Spezialroheisen, das hier produziert wurde, ist in der Regel später in den Stahlwerken von Thyssen weiterverarbeitet worden.

Zwei Hochöfen des Hüttenwerks wurden bereits 1968 bzw. 1970 abgerissen, zwei weitere wurden 1982 stillgelegt. Der letzte Hochofen Nummer 5 produzierte fleißig weiter, bis dann 1985 ebenfalls Schluss war. Grund für die Schließung des Hüttenwerks waren Überkapazitäten am Stahlmarkt.

Das gesamt Gelände des Werks wurde anschließend zu einem internationalen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die Landschaftsarchitekten Peter Latz und Partner gewannen diesen. 

Von 1990 bis 1999 wurden auf dem Gelände die alten Hallen und Gebäude so umgestaltet, dass man Besucher auf das Gelände lassen konnte. 1994 wurde der heutige Landschaftspark Duisburg-Nord für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Park gilt als eins der wichtigsten Projekte der Landschaftsarchitektur. Der Gasometer dient heute als Tauchbecken, an einer Erzbunkeranlage kann geklettert werden, die ehemalige Kraftzentrale dient als Veranstaltungsort. Und gelegentlich landen im Landschaftspark auch mal Helikopter mit denen man durch die Lüfte fliegen kann.

Wenn es dunkel wird im Landschaftspark, werden die alten Industriegebäude durch die Lichtinstallationen des britischen Künstlers Jonathan Park angestrahlt.

Mehr in unserem Video über die “Orte des Wandels” im Ruhrgebiet:

Video, Text: Matthias Schwarzer, Fotos: Marcel Strecker, Matthias Schwarzer

Die Orte des Wandels im Ruhrgebiet

600.000 Menschen waren zu Hochzeiten im Ruhrbergbau beschäftigt. Ende der 50er Jahre sank die Nachfrage für Ruhrkohle, was das gesamte Ruhrgebiet in die Krise stürzte. Und auch anderen Industriebereichen, wie zum Beispiel der Stahlindustrie ging es immer schlechter. Aber der Ruhrpottler meckert nicht, der macht einfach – und so entstanden an vielen ehemaligen Industrieorten nach und nach neue Dinge. In diesem Video gucken wir uns genau diese Orte an. Unter anderem besuchen wir den Landschaftspark Duisburg-Nord, das Thyssen-Krupp-Quartier in Essen, den Westpark und die Jahrhunderthalle in Bochum sowie die Zeche Zollern in Dortmund.

Ein Film von Anne Weiser, Matthias Schwarzer und Marcel Strecker.

„The Colours of Steel“: Dieses Video ist Ruhrpott-Romantik at its best.

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Wenn die Sonne hinter den qualmenden Schloten untergeht, wenn die Sterne leuchten und die rostigen Hochöfen im bunten Licht erstrahlen, dann erwachen die Fotografen und Filmemacher.

Hermann Schulz hat viele kalte Nächte im Landschaftspark Duisburg-Nord verbracht und dort ein Timelapse-Video gedreht. “The Colours of Steel” dokumentiert die Schönheit der Industriekultur und zeigt ungewohnte Perspektiven.

Video/Foto: Hermann Schulz

Eine Nacht im Ruhrpott – unsere ganz persönliche ExtraSchicht.

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Einmal im Jahr zeigt sich der Ruhrpott von seiner besten Seite. Bei der ExtraSchicht erstrahlen ehemalige Industriegebäude in buntem Licht – im ganzen Pott finden Konzerte und Ausstellungen statt. Das war unsere ganz persönliche ExtraSchicht-Nacht 2014.

Von Matthias Schwarzer und Marcel Strecker

Einmal im Jahr will der Ruhrpott mit der ExtraSchicht ein Zeichen setzen. Die Region hat sich immerhin vom Standort der Schwerindustrie zur modernen Kultur- und Wirtschaftsregion gewandelt. In ehemaligen Zechen, Maschinenhallen und Stahlwerken befinden sich heute Veranstaltungshallen oder Museen — ehemalige Zechengelände und Halden sind zu Naturoasen geworden.

Und an keinem anderen Abend wird dieser Wandel des Ruhrgebiets so deutlich wie bei der Extraschicht. Denn da laden unzählige Spielorte zu Konzerten, Lichtshows, Ausstellungen oder sonstigen Veranstaltungen ein. Von 18 bis 2 Uhr nachts. 

Station 1: Förderturm Ostpohl in Bönen.

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Unsere ExtraSchicht beginnt mit einem kleinen Schock. Als wir beim Förderturm in Bönen ankommen, läuft irgendwas bei der Kommunikation schief – jedenfalls ist der Veranstalter der Meinung, wir wären eine Blashorngruppe und zeigt uns erst mal den Proberaum. Wir, zunächst nichts böses ahnend, werden spätestens bei dem Satz “jetzt könnt ihr euch umziehen und um 20.45 Uhr geht’s dann auf die Bühne” stutzig. Wir rennen schreiend aufs Dach der Zeche.

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Der Förderturm in Bönen gilt als bedeutendes Dokument der Architekturgeschichte der 20er Jahre. Über Achtzig Jahre lang prägten der Turm und die Zeche Königsborn die Menschen der Gemeinde Bönen, bis dann auch hier mit dem Bergbau Schluss war. Heute erzählen die Mitglieder des Fördervereins Besuchern Geschichten aus dieser Zeit. Auch außerhalb der ExtraSchicht werden Führungen durch den Turm angeboten, eine Ausstellung zeigt Exponate aus der Bergbauzeit. 

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Station 2: Das Dortmunder Depot.

Einmal im Jahr zeichnet die World Press Photo Foundation aus über 100.000 Einsendungen die besten Pressefotos der Welt aus. Gewinner ist in diesem Jahr der amerikanische Fotograf John Stanmeyer. Sein Foto zeigt afrikanische Migranten in Djibouti, die bei Nacht ihre Handys hochhalten, um vom Nachbarland Somalia ein Signal zu empfangen.

Nicht minder beeindruckend sind auch die anderen Bilder der Ausstellung, die wir uns bei der ExtraSchicht im Dortmunder Depot angucken konnten. Inzwischen ist die Ausstellung leider schon weitergezogen.

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Ein Besuch des Dortmunder Depots lohnt sich aber dennoch: Hier kann man die Arbeit verschiedenster Künstler bestaunen, die hier ihre Ateliers haben. Außerdem im Depot untergebracht sind ein Restaurant, das freie Theater und ein Kino.

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Station 3: Künstlerzeche Unser Fritz in Herne.

Das bunte Licht ist das Markenzeichen der Extraschicht. Sobald es dunkel wird werden die Industriebauten im ganzen Ruhrgebiet in stimmungsvolles Licht gehüllt. Und auch die Künstlerzeche Unser Fritz macht mit.

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1964 hat hier nach der Stillegung der Zeche der erste Künstler Helmut Bettenhausen sein Atelier errichtet. Heute umfasst das Gebäude 11 Ateliers und drei Ausstellungs- und Veranstaltungshallen.

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Bei der Extraschicht gewährten die Künstler einen Blick in ihre Ateliers und draußen gab’s unter anderem irische Klänge auf die Ohren.

Station 4: Zeche Nordstern.

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1993 wurde die imposante Zeche Nordstern stilgelegt. Das Betriebsgelände wurde daraufhin grundsaniert und in einen Landschaftspark verwandelt. 1997 fand im Nordsternpark die Bundesgartenschau statt. Und spätestens seitdem ist der Park mit seinem Förderturm, den Brücken und dem Amphitheater ein absolutes Wahrzeichen Gelsenkirchens.

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Traditionell ist der Nordsternpark auch bei der ExtraSchicht dabei. Der Förderturm wird geöffnet, der Bergbaustollen lässt Besucher in die Vergangenheit eintauchen und am Amphitheater gibt’s ein großes Lichtspektakel – was offenbar auch das Highlight des Abends war. Wir haben’s uns nicht angeguckt, denn wir mussten ganz schnell weiter, um noch unsere letzte Station rechtzeitig besuchen zu können.

Station 5: Landschaftspark Duisburg-Nord.

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1901 wurde das Hüttenwerk in Duisburg gegründet – 84 Jahre lang produzierten die Hochöfen rund 37 Millionen Tonnen Spezialroheisen. Mehrere Hochöfen wurden später abgerissen, 1985 wurde das ganze Werk wegen Überkapazitäten auf dem europäischen Stahlmarkt stillgelegt. 

Das Gelände wurde daraufhin mit allen Gebäuden für einen internationalen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die Landschaftsarchitekten Peter Latz + Partner gewannen. Von 1990 bis 1999 wurden die Hallen, Gebäude und das Außengelände  umgestaltet und anders nutzbar gemacht. Der Park gilt seitdem in Fachkreisen als eins der wichtigsten Projekte der Landschaftsarchitektur und gewann mehrere Preise.

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Seit 1994 kann der Landschaftspark Duisburg-Nord besichtigt werden. Die ehemaligen Werkshallen sind für Firmen- und Kulturveranstaltungen hergerichtet, in einem alten Gasometer entstand Europas größtes künstliches Tauchsportzentrum, der ehemalige Erzlagerbunker ist heute ein Klettergarten und ein Hochofen ist zum Aussichtsturm ausgebaut. Ganz besonders faszinierend sind die Lichtinstallationen des britischen Künstlers Jonathan Park. Der hüllt den Landschaftspark in ein faszinierendes Meer von Licht und Farbe.

Der 20-jährige Geburtstag des Landschaftsparks wurde bei der Extraschicht mit einem großen Feuerwerk gefeiert. Das haben wir leider komplett verpasst. Als wir um kurz 1 ankamen wurde schon überall alles abgebaut. Aber immerhin die schöne Lasershow haben wir noch mitbekommen.

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Fazit:

Eine ExtraSchicht sollte jeder mal mitgemacht haben. Aber: Versucht gar nicht erst 5 Veranstaltungen oder gar mehr zu besuchen. Sucht euch lieber 1 bis 3 Stationen aus, die euch interessieren – für mehr ist die Nacht viel zu kurz. Zumal leider viele Veranstaltungen statt um 18 Uhr erst um 19 Uhr beginnen – und an vielen Orten bereits um 1 Uhr abgebaut wird, obwohl die Schicht offiziell bis 2 Uhr gehen soll. 

Text: Matthias Schwarzer

Fotos: Matthias Schwarzer, Marcel Strecker

ExtraSchicht 2014 – checkpott.thema

Das Ruhrgebiet hat sich vom Standort der Schwerindustrie zu einer Kultur- und Wirtschaftsregion entwickelt. An keinem anderen Abend wird das so deutlich, wie bei der ExtraSchicht. An ehemaligen Industriestandorten im ganzen Ruhrgebiet finden Konzerte, Lichtshows und Ausstellungen statt. Wir sind eine Nacht lang von Bönen bis nach Duisburg gefahren und haben uns verschiedene Kulturstätten und Veranstaltungen angesehen.

Ein Film von Denise Matthijsse, Matthias Schwarzer und Marcel Strecker.

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Thema von Anders Norén.