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Schlagwort: Industriekultur

Das erwartet euch bei der Extraschicht 2018.

Die Extraschicht ist der jährliche Pflichttermin für alle Freunde der Industriekultur. Eine ganze Nacht lang werden am 30. Juni alte und neue Indudustriestätten zum Kunstatelier, zur Diskothek oder zur Konzerthalle. In diesem Video stellen wir euch 4 neue Spielorte vor. Mit dabei: Eine historische Eisenbahnhalle, ein Einblick in die Wasserproduktion und ein Schrottplatz.

Ein Film von Denise Matthijsse und Matthias Schwarzer.

Im Auftrag und mit Unterstützung von Ruhr Tourismus (Werbung).

Herzlichen Glückwunsch, lieber Landschaftspark!

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Der Landschaftspark Duisburg-Nord feiert Geburtstag: Seit 20 Jahren bringt das ehemalige Hüttenwerk Industriekultur und Natur in Einklang und ist damit ein Paradebeispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet.

1901 war das frühere Hüttenwerk in Duisburg gegründet worden – 84 Jahre lang produzierten die Hochöfen rund 37 Millionen Tonnen Spezialroheisen. Mehrere Hochöfen wurden später abgerissen, 1985 wurde das ganze Werk wegen Überkapazitäten auf dem europäischen Stahlmarkt stillgelegt. 

Das alte Gelände wurde daraufhin mit allen Gebäuden und den verbliebenen drei Hochöfen Projekt der Internationalen Bauausstellung „Emscher Park“ und für einen internationalen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die Landschaftsarchitekten Peter Latz + Partner gewannen.

Von 1990 bis 1999 wurden die Hallen, Gebäude und das Außengelände  umgestaltet und anders nutzbar gemacht. Der Park gilt seitdem in Fachkreisen als eins der wichtigsten Projekte der Landschaftsarchitektur der Jahrtausendwende und gewann mehrere Preise.

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Seit 1994 kann der Landschaftspark Duisburg-Nord besichtigt werden. Die ehemaligen Werkshallen sind für Firmen- und Kulturveranstaltungen hergerichtet, in einem alten Gasometer entstand Europas größtes künstliches Tauchsportzentrum, ehemalige Erzlagerbunker sind heute ein Klettergarten, in einer ehemaligen Gießhalle wurde ein Hochseilparcours eingerichtet und ein erloschener Hochofen ist zum Aussichtsturm ausgebaut.

Ganz besonders faszinierend sind die Lichtinstallationen des britischen Künstlers Jonathan Park. Der hüllt den Landschaftspark (allerdings erst zur Dämmerung) in ein faszinierendes Meer von Licht und Farbe.

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Seinen Geburtstag feiert der Landschaftspark Duisburg-Nord am 28. Juni bei der ExtraSchicht mit einem großen Feuerwerk.

Text, Fotos, Video: Matthias Schwarzer

Aussicht ohne Anstrengung: Halde Brockenscheidt und Zeche Waltrop.

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1979 wurde in Waltrop die Zeche stillgelegt. Wo früher fast 3.000 Kumpel geschuftet haben, sind heute Büroräume. Für Architekturliebhaber lohnt sich aber ein Besuch der Zeche – die Halde Brockenscheidt nebenan bietet zudem viel Natur und Aussicht.

Die Zeche Waltrop ist um 1900 herum entstanden. Eine Besonderheit: Die Zeche trägt den Namen der eigenen Stadt – das kommt nicht oft vor.

Zu Höchstzeiten haben hier mehr als 2.800 Kumpel gearbeitet. 1964 war die Zeche Waltrop akut von der Stilllegung bedroht, die aber nach großem Protest der Bevölkerung noch abgewendet werden konnte. Die Stilllegung hätte Waltrop besonders hart getroffen hätte — die Zeche war so ziemlich der einzige wichtige Wirtschaftsstandort der Stadt.

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1979 war dann aber wirklich Schluss und die Zeche Waltrop wurde endgültig stillgelegt. Heute befinden sich verschiedenste Unternehmen in den Gebäuden. Die restaurierten Fassaden im Jugendstil sind besonders interessant für Leute, die sich für Architektur interessieren.

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Wo gehobelt wird, da fallen Späne – und wo “gebergbaut2 wird, da gibt es Halden. Die Halde Brockenscheidt wurde um 1920 mit taubem Gestein aufgeschüttet und nach der Stilllegung der umliegenden Zechen mit Bäumen und Grünzeug bepflanzt. Heute kann man auf der Halde in der Natur herumspazieren und den Spurwerkturm besichtigen.

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Jan Bormann aus Castrop-Rauxel hat den Turm aus gebrauchten Spurlatten errichtet. Die Pyramide kann man besteigen und sieht von dort aus unter anderem das Colani-Ei in Lünen, die Zeche Waltrop und weite Teile des östlichen Ruhrgebiets.

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Mit nur 14 Metern Höhe ist die Halde Brockenscheid eine der kleinsten Halde im Ruhrgebiet.

Text, Fotos, Video: Matthias Schwarzer

BEENDET – Gewinnt Karten für die ExtraSchicht.

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Das Gewinnspiel ist beendet!

Über jeweils zwei Karten für die ExtraSchicht freuen können sich Sarah W. und Sebastian H.

Wir haben euch per E-Mail benachrichtigt und schicken euch die Tickets nach Hause.

Original-Meldung:

Das Ruhrgebiet lädt am 28. Juni zur “ExtraSchicht”. In dieser ganz besonderen Sommernacht werden an 50 Orten rund 500 Veranstaltungen stattfinden.

Wir verlosen 2 x 2 Karten für die ExtraSchicht. Die Tickets werden von Ruhr Tourismus zur Verfügung gestellt. Alles was ihr machen müsst, ist eine Frage zu beantworten:

In welcher Stadt haben wir im Sommer 2012 das allererste checkpott-Video gedreht?

Tipp: Unser YouTube-Kanal könnte die Antwort kennen. 😉

Eure Antwort bitte mit allen Daten in dieses Kontaktformular. Das Gewinspiel endet am Dienstag, 10. Juni 2014.

Foto: RTG_WAZ FotoPool / Ulrich von Born

ExtraSchicht: Eine ganz besondere Sommernacht im Pott.

Das Ruhrgebiet lädt am 28. Juni wieder zur “ExtraSchicht”. An 50 Orten der Industriekultur werden 500 Veranstaltungen stattfinden – die ganze Nacht, von 18 bis 2 Uhr.

Bereits zum 14. Mal findet am 28. Juni die “ExtraSchicht”, die “lange Nacht der Industriekultur”, statt. An 50 Schauplätzen zwischen Unna und Duisburg werden rund 500 Veranstaltungen stattfinden. Bespielt werden dabei vor allem Orte der Arbeit und des Wandels. 

In stillgelegten Zechen und Stahlwerken, auf Halden und an industriellen Produktionsstätten könnt ihr Konzerten lauschen, Straßentheater verfolgen, Projektionen bewundern oder Führungen folgen.

Um mal ein paar Beispiele zu nennen: Der Landschaftspark Duisburg-Nord (Foto) begeht zur ExtraSchicht sein 20-jähriges Jubiläum und lädt mit Live-Musik, Pyro- und Lasershow und einem Feuerwerk zum Geburtstag ein. Die älteste Arbeitersiedlung Eisenheim in Oberhausen veranstaltet ein Dorffest. Und am geschichtsträchtigen Standort des rewirpowerSTADION in Bochum spielen die Bochumer Symphoniker mit begleitenden Chören populäre Klassik- und Fußballmusik zum Mitsingen. 

Der Gasometer Oberhausen führt mit der neuen Ausstellung „Der schöne Schein“ durch ein “Kaleidoskop der Schönheit von Bildern und Skulpturen großer Meister”, der Kulturort Depot in Dortmund zeigt mit der „World Press Photo14“ die weltbesten Pressefotografien, das Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop feiert mit einer Fontänenshow und einer Sonderausstellung das 100-jährige Jubiläum des Rhein-Herne-Kanals.

Zeche Ewald in Herten veranstaltet ein großes Feuerwerk, während die Kokerei Hansa in Dortmund sich ganz digital auf einen Videowalk durch die Geschichte begibt. 

Die Tatsache, dass die Vorstellungen mitten in der Nacht stattfinden, macht den Reiz der ExtraSchicht aus.

Und das beste: Ihr müsst nur einmal 15 Euro Eintritt zahlen und kommt dann überall kostenlos rein. Eigens dafür eingerichtete Shuttlebusse bringen euch zu den verschiedenen Spielstätten – zudem dürft ihr kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des VRR fahren.

Das komplette Programm der ExtraSchicht findet ihr auf dieser Seite.

Foto: Ruhr Tourismus GmbH/ Nielinger

Ein Tag in Lünen (Teil 2).

Das Video seht ihr hier.

Fotos von Marcel Strecker.

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Thema von Anders Norén.