84 Jahre lang wurde in Duisburg Spezialroheisen produziert. 1985 wurde der letzte Hochofen im Hüttenwerk abgeschaltet. Inzwischen ist das ehemalige Gelände ein grüner Park mit vielen Freizeitmöglichkeiten und Veranstaltungsorten.

1901 ist das Jahr in dem das Hüttenwerk gegründet wurde. Das Spezialroheisen, das hier produziert wurde, ist in der Regel später in den Stahlwerken von Thyssen weiterverarbeitet worden.

Zwei Hochöfen des Hüttenwerks wurden bereits 1968 bzw. 1970 abgerissen, zwei weitere wurden 1982 stillgelegt. Der letzte Hochofen Nummer 5 produzierte fleißig weiter, bis dann 1985 ebenfalls Schluss war. Grund für die Schließung des Hüttenwerks waren Überkapazitäten am Stahlmarkt.

Das gesamt Gelände des Werks wurde anschließend zu einem internationalen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die Landschaftsarchitekten Peter Latz und Partner gewannen diesen. 

Von 1990 bis 1999 wurden auf dem Gelände die alten Hallen und Gebäude so umgestaltet, dass man Besucher auf das Gelände lassen konnte. 1994 wurde der heutige Landschaftspark Duisburg-Nord für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Park gilt als eins der wichtigsten Projekte der Landschaftsarchitektur. Der Gasometer dient heute als Tauchbecken, an einer Erzbunkeranlage kann geklettert werden, die ehemalige Kraftzentrale dient als Veranstaltungsort. Und gelegentlich landen im Landschaftspark auch mal Helikopter mit denen man durch die Lüfte fliegen kann.

Wenn es dunkel wird im Landschaftspark, werden die alten Industriegebäude durch die Lichtinstallationen des britischen Künstlers Jonathan Park angestrahlt.

Mehr in unserem Video über die “Orte des Wandels” im Ruhrgebiet:

Video, Text: Matthias Schwarzer, Fotos: Marcel Strecker, Matthias Schwarzer